DIE RÖMISCHEN NASONI: VON IHREN URSPRÜNGEN BIS ZU IHRER HEUTIGEN FORM

Hallo an alle Reisebegeisterten und Neugierigen! 🌍 Heute möchte ich mit euch ein einzigartiges Merkmal von Rom teilen, das von Touristen oft übersehen wird, aber ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte und des Alltags der Stadt ist: die Nasoni.
Öffentliche Brunnen in Rom haben alte Wurzeln, die bis in die Zeit des Römischen Reiches zurückreichen. Wasser war schon immer eine lebenswichtige Ressource für die Stadt, so sehr, dass die alten Römer Aquädukte bauten, ingenieurtechnische Meisterwerke, um frisches Wasser in die Stadt zu bringen. Die Nasoni, so wie wir sie heute kennen, sind jedoch eine modernere Schöpfung.
Das Wort “Nasone” stammt aus dem Italienischen und bedeutet “Nase”, aufgrund der gebogenen Form des Wasserhahns, aus dem das Wasser fließt und die an eine große Nase erinnert. Diese Wasserhähne wurden im 19. Jahrhundert in Rom eingeführt, und ihr einzigartiges Design war dazu bestimmt, Passanten das Trinken zu erleichtern, indem sie sich nach vorne beugen, sowie Wasserflaschen zu füllen, indem sie das untere Ende des “nasone” verschließen, wodurch das Wasser aus einem kleinen Loch an der Oberseite kommt.
Wasser, das nie aufhört: Habt ihr jemals bemerkt, dass das Wasser aus den Nasoni nie aufhört zu fließen? Das ist keine Verschwendung, sondern eine Methode, um das Wasser frisch und sauber zu halten, indem Stagnation vermieden wird. Es ist einer der Gründe, warum das Wasser von Rom so gut schmeckt!
Der Zapfenbrunnen: Während die Nasoni einfache und unauffällige Brunnen sind, gibt es in Rom einen angesehenen “Vorfahren” unter den Brunnen. Es ist die Fontana della Pigna im Cortile della Pigna in den Vatican Museums, die aus der römischen Zeit stammt und aus der Wasser aus einer gigantischen bronzenen Pigna fließt!
Die genaue Anzahl? Laut aktuellen Schätzungen gibt es über 2,500 Nasoni, die über ganz Rom verteilt sind. Das macht die Stadt zu einer Oase für Durstige bei langen Sommerspaziergängen.
Wenn ihr euch in Rom befindet, vergesst nicht, an einem dieser Nasoni kurz Halt zu machen, einen Schluck römischer Geschichte zu genießen und vielleicht ein Erinnerungsfoto zu schießen! 😉
